Du möchtest deinen Lesern in diesem Jahr einen E-Mail-Adventskalender schenken, aber allein der Gedanke an 24 E-Mails, passende Grafiken und eine Landingpage raubt dir die Vorfreude? Dann ist künstliche Intelligenz genau das richtige Werkzeug für dich.

Als Trainer, Coach oder Berater hast du im Herbst ohnehin genug zu tun. KI-Tools wie ChatGPT, Claude oder die KI-Funktionen in ActiveCampaign und Canva nehmen dir einen großen Teil der Fleißarbeit ab: Sie sammeln Ideen, schreiben erste Entwürfe, liefern Betreffzeilen und helfen dir bei den Grafiken. Du behältst dabei die Kontrolle und gibst allem deine persönliche Note.

In diesem Artikel zeige ich dir sechs Bereiche, in denen dich KI beim Erstellen deines E-Mail-Adventskalenders unterstützt, jeweils mit einem Beispiel-Prompt zum Kopieren. Wenn du noch Ideen für die Inhalte suchst, findest du in meinem Beitrag 24 + 3 Ideen für deinen digitalen Newsletter-Adventskalender reichlich Inspiration.

Warum KI dir beim E-Mail-Adventskalender so viel Zeit spart

Ein Adventskalender besteht aus vielen kleinen Aufgaben: Konzept, 24 Inhalte, 24 Betreffzeilen, Grafiken, Landingpage, Anmeldeformular und Automation. Jede einzelne ist machbar, zusammen kosten sie aber schnell mehrere Arbeitstage.

KI hilft dir vor allem bei den Aufgaben, bei denen du sonst vor einem leeren Blatt sitzt. Statt bei null anzufangen, bekommst du in wenigen Minuten einen ersten Entwurf, den du anpasst. So bleibt mehr Zeit für das, was nur du kannst: deine Erfahrung, deine Geschichten und deine Beziehung zu deinen Kunden.

#1 Ideen und roter Faden: 24 Türchen in wenigen Minuten planen

Der wichtigste Schritt kommt zuerst: das Konzept. Ein Adventskalender wirkt am stärksten, wenn er einen roten Faden hat und deine Leser nach 24 Tagen ein konkretes Ergebnis erreicht haben, zum Beispiel einen fertigen Launch-Plan oder weniger Stress im Alltag.

Beschreibe der KI dein Angebot, deine Zielgruppe und das Ziel deines Kalenders. Je genauer deine Angaben sind, desto passender werden die Vorschläge.

Beispiel-Prompt: Ich bin Business-Coach für Selbstständige, die ihren ersten Onlinekurs launchen möchten. Plane mir einen E-Mail-Adventskalender mit 24 Türchen, nach dem meine Leser einen fertigen Launch-Plan haben. Jedes Türchen soll einen kleinen Schritt enthalten, der auf dem vorherigen aufbaut. Plane an den Adventssonntagen je ein Angebot ein und am 24. Dezember einen Dank an meine Community. Gib mir eine Tabelle mit Tag, Thema, Inhalt und Handlungsaufforderung.

Prüfe den Vorschlag anschließend kritisch: Passt die Reihenfolge? Fehlt etwas, das deine Kunden dich immer wieder fragen? Die KI liefert das Gerüst, du entscheidest.

#2 E-Mail-Texte vorschreiben lassen, ohne deine persönliche Note zu verlieren

Sobald dein Plan steht, kann dir die KI für jedes Türchen einen ersten Textentwurf schreiben. Damit die E-Mails nach dir klingen, gib ihr ein paar deiner bisherigen Newsletter als Beispiel mit und beschreibe deinen Tonfall.

Beispiel-Prompt: Hier sind drei meiner bisherigen Newsletter als Beispiel für meinen Schreibstil: […]. Schreibe mir im gleichen Tonfall die E-Mail für Türchen 5 meines Adventskalenders zum Thema „Jahresrückblick“. Die E-Mail soll kurz sein, mit einer persönlichen Frage beginnen und mit einem Link zu meinem kostenlosen Reflexions-PDF enden.

Ganz wichtig: Nutze die Entwürfe als Startpunkt, nicht als fertige E-Mail. Ergänze eigene Erlebnisse, Beispiele aus deiner Arbeit mit Kunden und deine typischen Formulierungen. Genau diese persönliche Note baut das Vertrauen auf, das aus Lesern später Kunden macht.

#3 Betreffzeilen und Vorschautexte, die geöffnet werden

Die beste E-Mail bringt nichts, wenn sie niemand öffnet. Lass dir deshalb für jedes Türchen mehrere Betreffzeilen und passende Vorschautexte vorschlagen und teste die stärksten Varianten gegeneinander.

Beispiel-Prompt: Schreibe mir zehn weihnachtliche Betreffzeilen mit maximal 45 Zeichen für Türchen 12 meines E-Mail-Adventskalenders. Thema: drei Fehler, die Coaches beim ersten Launch machen. Mische neugierige Fragen, konkrete Nutzenversprechen und eine Variante mit Emoji. Schlage zu jeder Betreffzeile einen passenden Vorschautext vor.

Weihnachtliche Begriffe in der Betreffzeile erhöhen die Öffnungsrate deutlich. Mehr dazu liest du im Extra Tipp zu den Öffnungsraten in meinem Adventskalender-Beitrag.

#4 Grafiken für Türchen, Landingpage und Pinterest

Für deinen Adventskalender brauchst du einige Grafiken: ein Titelbild für die Landingpage, einen Header für deine E-Mails, vielleicht 24 Türchen-Motive und Pins für Pinterest. Mit KI-Bildgeneratoren oder den KI-Funktionen in Canva entstehen diese Motive in wenigen Minuten.

Beispiel-Prompt: Erstelle ein minimalistisches, weihnachtliches Header-Bild für einen E-Mail-Newsletter im Querformat. Farben: warmes Apricot, Creme und dunkles Grün. Motiv: ein geöffnetes Adventskalender-Türchen mit der Zahl 1, dezente Schneeflocken und viel freie Fläche für Text.

Achte darauf, dass alle Grafiken zu deinen Markenfarben und deinem Stil passen, damit dein Kalender sofort als deiner erkannt wird. Ein einheitlicher Look mit wiederkehrenden Elementen wirkt professioneller als 24 völlig verschiedene Bilder.

#5 KI direkt in ActiveCampaign nutzen

Wenn du mit ActiveCampaign arbeitest, musst du für viele dieser Aufgaben das Tool gar nicht wechseln. ActiveCampaign bringt eigene KI-Funktionen mit, die dich direkt beim Aufbau deines Adventskalenders unterstützen:

  • Textgenerator im E-Mail-Editor: Entwürfe und Umformulierungen direkt in deiner E-Mail.
  • KI Brand Kit: E-Mail-Vorlagen, die zu deinen Markenfarben und Schriften passen.
  • KI Automation Builder: Automationen mit Unterstützung der KI aufbauen, zum Beispiel für einfache Abläufe. Für einen kompletten Adventskalender mit 24 Türchen, Anmeldeformular und Abmelde-Logik sparst du mit fertigen Vorlagen deutlich mehr Zeit.
  • KI-Segmentierung: die Leser deines Kalenders gezielt nach ihrem Verhalten ansprechen.

Wie gut diese Funktionen in der Praxis sind, habe ich ausführlich getestet: KI in ActiveCampaign: Newsletter schreiben leicht gemacht.

#6 Auswertung: Mit KI aus deinem Adventskalender lernen

Nach Weihnachten ist vor dem nächsten Adventskalender. Exportiere die Kennzahlen deiner 24 E-Mails, also Öffnungsraten, Klickraten und Abmeldungen, und lass die KI sie zusammenfassen. So erkennst du schnell, welche Themen und Betreffzeilen am besten funktioniert haben und wo deine Leser ausgestiegen sind.

Beispiel-Prompt: Hier sind die Kennzahlen meiner 24 Adventskalender-E-Mails als Tabelle: […]. Welche drei Türchen hatten die höchste Öffnungs- und Klickrate, und was haben sie gemeinsam? Wo sind besonders viele Leser abgesprungen? Gib mir fünf konkrete Verbesserungen für meinen Adventskalender im nächsten Jahr.

Gib dabei nur die zusammengefassten Zahlen weiter, keine Namen oder E-Mail-Adressen deiner Kontakte.

Datenschutz: Das solltest du bei KI-Tools beachten

So hilfreich KI ist, beim Datenschutz solltest du genau hinschauen. Im E-Mail-Marketing arbeitest du mit personenbezogenen Daten, und dafür gilt die DSGVO.

  • Keine Kontaktdaten in KI-Tools: Lade keine Listen mit Namen, E-Mail-Adressen oder anderen persönlichen Angaben hoch.
  • Einstellungen prüfen: Viele KI-Tools erlauben dir, die Nutzung deiner Eingaben für das Training abzuschalten. Nutze diese Option.
  • Datenschutzerklärung aktuell halten: Wenn du KI-Funktionen in deinem E-Mail-Tool nutzt, prüfe, ob deine Datenschutzerklärung das abdeckt.

Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Im Zweifel lohnt sich ein kurzer Blick von Fachleuten.

Fazit: KI schreibt nicht für dich, sondern mit dir

KI nimmt dir beim E-Mail-Adventskalender die Fleißarbeit ab: Sie liefert Ideen, Entwürfe, Betreffzeilen und Grafiken und hilft dir hinterher bei der Auswertung. Deine Erfahrung, deine Geschichten und deine Persönlichkeit bleiben aber das Herzstück, und genau die machen aus Lesern Kunden.

Starte am besten jetzt mit dem Konzept, dann bleibt dir im November genug Zeit für den Feinschliff und die Vermarktung. Wann du deinen Kalender am besten bekannt machst, liest du in meinem Beitrag Timing ist alles: Ab wann du deinen digitalen Newsletter-Adventskalender bekannt machst.

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