Viele denken bei einem Launch zuerst an das Webinar oder die Verkaufswoche. Entschieden wird ein Launch aber vorher, nämlich in den Wochen, in denen sich Menschen auf deine Warteliste setzen. Wer dort steht, sagt „Ich will das“. Genau diese Menschen kaufen später am ehesten.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wann du mit der Warteliste startest, was auf die Wartelisten-Seite gehört und wie du deine Warteliste über rund 3 Monate warm hältst, damit sie zum Verkaufsstart nicht vergessen hat, warum sie sich eingetragen hat.

Das Wichtigste in 30 Sekunden:

  • Wann: Lade etwa 3 Monate vor deinem Launch-Event zur Warteliste ein. Früher ist es zu weit weg, später startest du mit einer kalten Liste.
  • Was: Eine einfache Seite mit Kursversprechen, ungefährem Start und einem echten Vorteil für alle, die sich früh eintragen.
  • Warm halten: Eine Mail pro Woche, erst Vertrauen, dann Beweise, dann Einwände, dann das Angebot.
  • Am Ende: Ein Vorverkauf nur für deine Warteliste, ein paar Tage vor dem Launch-Event.

Warum die Warteliste wichtiger ist als ein Freebie

Ein Freebie sammelt Interessenten. Sie wollen eine Checkliste oder eine Anleitung, aber noch lange nicht deinen Kurs. Eine Warteliste sammelt Menschen, die sich für genau dein Angebot vormerken. Das ist ein großer Unterschied, wenn die Verkaufsphase beginnt.

Hast du schon ein Freebie, ist das gut: Lass es zur Warteliste einladen. Auf der Danke-Seite, in deiner Willkommenssequenz und im P.S. deiner Newsletter. Hast du noch keins, brauchst du für diesen Launch auch keins. Steck deine Zeit lieber in die Warteliste.

Mein Tipp: Fang bei deinen 1:1-Kunden an

Wenn du schon im 1:1 arbeitest, hast du die wärmsten Kontakte überhaupt: Menschen, die dich kennen und dir vertrauen. Lade sie persönlich zur Warteliste ein, mit einer kurzen Nachricht statt eines Posts.

Wann du mit der Warteliste startest

Etwa 3 Monate vor deinem Launch-Event. Das wirkt weit weg, ist es aber nicht: Deine Warteliste braucht Zeit, um zu wachsen und um Vertrauen aufzubauen. Wer erst 4 Wochen vorher einlädt, hat zum Verkaufsstart eine Liste, die ihn kaum kennt.

Früher als 3 Monate lohnt sich dagegen nicht. Dann ist der Launch für deine Interessenten zu weit weg, und die Spannung verpufft. Hast du noch kaum Kontakte, baue vorher mit einem Freebie deine E-Mail-Liste auf und starte die Warteliste dann 3 Monate vor dem Launch.

Wie viel Vorlauf du genau brauchst und wie groß deine Liste für dein Umsatzziel sein sollte, rechnet dir der kostenlose Launch-Rechner aus.

Was auf deine Wartelisten-Seite gehört

Deine Wartelisten-Seite muss keine Verkaufsseite sein. Preis und alle Details legst du erst später fest. Diese Punkte reichen:

  • Dein Kursversprechen: Worum geht es, und was verändert sich danach für deine Kunden?
  • Für wen der Kurs ist: damit sich die Richtigen angesprochen fühlen.
  • Der ungefähre Start: zum Beispiel „im Frühjahr“ oder ein Monat.
  • Dein Wartelisten-Vorteil: zum Beispiel früherer Zugang oder ein besserer Preis. Ohne echten Vorteil gibt es keinen Grund, sich einzutragen.
  • Ein kurzes Formular und eine Begrüßungsmail, die sagt, wie es weitergeht.

So hältst du deine Warteliste 3 Monate warm

Das ist der Teil, den die meisten unterschätzen. Eine Warteliste, die 3 Monate nichts von dir hört, ist zum Verkaufsstart genauso kalt wie eine neue. Und eine, die jeden zweiten Tag eine Werbemail bekommt, meldet sich ab. Was funktioniert, ist ein fester Rhythmus mit einem roten Faden.

Der Rhythmus: eine Mail pro Woche, immer am gleichen Tag. In den letzten 2 Wochen vor dem Launch-Event zwei pro Woche.

Der rote Faden: erst Vertrauen, dann Beweise, dann Einwände, dann das Angebot.

WochenZielInhalt
1WillkommenWarum es die Warteliste gibt, was man als Erster bekommt, wer du bist und was sich durch deinen Kurs verändert.
2 bis 4„Du verstehst mich“Die Situation und Sorgen deiner Zielgruppe in ihren Worten, deine eigene Geschichte, ein Blick hinter die Kulissen deiner Kurserstellung.
5 bis 7BeweiseErgebnisse deiner Kunden (mit ihrer Zustimmung), deine Herangehensweise in Grundzügen, häufige Irrtümer in deinem Thema.
8 und 9Einwände ausräumenZeit, Geld, „Passt das zu mir?“, Technik. Dazu die Ankündigung: Datum, dein Wartelisten-Vorteil und die Einladung zum Launch-Event.
10VorverkaufEin exklusiver Verkauf nur für deine Warteliste, ein paar Tage vor dem Launch-Event.

Stell in jeder Mail eine Frage

Zum Beispiel: „Was hält dich gerade am meisten davon ab, …?“ Die Antworten sind Gold. Du erfährst, was deine Zielgruppe wirklich beschäftigt, in ihren eigenen Worten. Genau diese Worte brauchst du später für deine Verkaufsseite und deine Verkaufsmails. Und wer antwortet, ist innerlich schon dabei.

Was deine Warteliste zusätzlich warm hält

  • Etwas, das nur die Warteliste bekommt: ein kurzes Live-Q&A, eine Vorschau auf ein Modul oder eine Mitsprache beim Kursnamen.
  • Kleine Erfolge: ein Tipp, den man sofort umsetzen kann. So spürt deine Warteliste: Bei dir komme ich weiter.
  • Antworten ausdrücklich einladen: Wer dir zurückschreibt, fühlt sich gesehen. Außerdem verbessert das die Zustellbarkeit deiner Mails.
  • Content mit Aufruf zur Warteliste: Zeig auf Social Media das Problem deiner Zielgruppe und die Ergebnisse deiner Kunden, und lade regelmäßig zur Warteliste ein.

Der Vorverkauf für deine Warteliste

Der krönende Abschluss: Ein paar Tage vor deinem Launch-Event öffnest du die Türen nur für deine Warteliste. Das ist dein Dankeschön für die Treue und gleichzeitig der erste Umsatz deines Launches, noch bevor das Event überhaupt stattfindet.

Wie lange der Vorverkauf läuft und wann genau er startet, rechnet dir der Launch-Rechner für deinen Kursstart aus. Die passenden Mails dafür, vom Start bis zum letzten Aufruf, füllt dir mein Launchmail-Generator mit deinen Angaben aus.

Häufige Fehler bei der Warteliste

Das solltest du vermeiden

  • Zu spät einladen, zum Beispiel erst 4 Wochen vor dem Launch
  • Eine Warteliste ohne echten Vorteil
  • Wochenlang Funkstille und dann plötzlich eine Verkaufsmail
  • Nur Werbung statt Vertrauen und Beweise
  • Die Fragen deiner Warteliste nicht beantworten

So machst du es richtig

  • 3 Monate vor dem Launch-Event starten
  • Ein klarer Vorteil: früher Zugang oder besserer Preis
  • Jede Woche eine Mail, immer am gleichen Tag
  • Erst Vertrauen, dann Beweise, dann Einwände, dann Angebot
  • Antworten ausdrücklich einladen und selbst beantworten

Wenn du nicht sicher bist, wie dein Kursversprechen lauten soll oder wann dein Launch am besten liegt, klären wir das im Launch-Kompass: Danach weißt du, was du wann machst.

Häufige Fragen zur Warteliste

Wann sollte ich mit der Warteliste starten?

Etwa 3 Monate vor deinem Launch-Event. Früher ist der Launch für deine Interessenten zu weit weg, später fehlt dir die Zeit, Vertrauen aufzubauen.

Brauche ich für die Warteliste ein Freebie?

Nein. Hast du schon eins, lass es zur Warteliste einladen. Hast du noch keins, steck deine Zeit lieber direkt in die Warteliste. Nur wenn du noch kaum Kontakte hast, lohnt es sich, vorher mit einem Freebie deine E-Mail-Liste aufzubauen.

Wie oft sollte ich meiner Warteliste schreiben?

Eine Mail pro Woche, immer am gleichen Tag. In den letzten 2 Wochen vor dem Launch-Event zwei pro Woche. Öfter nervt, seltener lässt die Liste kalt werden.

Welchen Vorteil sollte meine Warteliste bekommen?

Etwas Echtes: früheren Zugang, einen besseren Preis oder einen Bonus, den es später nicht mehr gibt. Wichtig ist, dass der Vorteil wirklich gilt und nicht nach dem Launch doch für alle verfügbar ist.

Was schreibe ich in die Mails an die Warteliste?

Erst wer du bist und was sich durch deinen Kurs verändert, dann die Situation deiner Zielgruppe, dann Ergebnisse deiner Kunden, dann die häufigsten Einwände und zum Schluss dein Angebot. Und in jeder Mail eine Frage, auf die man antworten kann.