Launch Starter

Launch Planung: So planst du deinen Onlinekurs-Launch mit Zielen, Zahlen & Zeitplan

Menschen brauchen heute mehr Zeit und mehr Berührungspunkte, bevor sie sich für einen Onlinekurs oder ein Gruppenprogramm entscheiden. Gleichzeitig ist der Markt voll mit Onlineangeboten, und viele Käufer wägen genauer ab als früher, wofür sie ihr Geld ausgeben.

Was ist also der größte Fehler, den du beim Launchen machen kannst? Du unterschätzt den Zeitaufwand und die To-dos, die auf dich zukommen. Eine fehlende Launch-Planung fällt dir eher früher als später auf die Füße.

Lege deshalb großen Wert darauf, den Ablauf deines Launches frühzeitig zu planen. Zu Beginn musst du noch nicht ins Detail gehen: Der grobe Rahmen muss stehen, die einzelnen Schritte in den Launch-Phasen definierst du später genauer.

In diesem Artikel erfährst du, wie du deinen Launch-Plan erstellst, welche Launch-Strategie zu dir passt, wie du dein Umsatzziel durchrechnest und wie dir KI bei der Planung Zeit spart.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Setze dir drei Ziele: eines, mit dem du leben kannst, eines, das toll wäre, und eines, das der absolute Wahnsinn wäre.
  • Plane rückwärts vom Kursstart aus und rechne für den gesamten Launch mit 3 bis 5 Monaten.
  • Vergiss die Pre-Pre-Launch-Phase nicht: Hier baust du Vertrauen auf, lange bevor du verkaufst.
  • Rechne dein Umsatzziel in Kontakte um: Für 10.000 € Umsatz mit einem Kurs für 1.400 € brauchst du rund 340 bis 490 Anmeldungen für dein Launch-Event.
  • Nutze KI als Beschleuniger: für Zeitplan, Content-Ideen und erste Textentwürfe. Die Strategie und deine Stimme bleiben bei dir.

#1 Definiere deine Launch-Ziele (qualitativ & quantitativ)

Zu Beginn der Launch-Planung ist es wichtig, Ziele zu definieren! Dabei denken die meisten erst mal nur an monetäre Ziele wie das Umsatzziel. Ist das bei dir auch so? 😉

Du kannst dir aber auch andere Ziele setzen, zum Beispiel mehr Follower, neue Newsletter-Leser, mehr Traffic auf deinem Blog oder mehr Sichtbarkeit.

Gerade wenn du das erste Mal launchst, ist es wichtig, dir keine utopischen Ziele zu setzen. Beim ersten Launch kann es gut vorkommen, dass der Umsatz unter den Erwartungen liegt.

Mein Tipp: Plane mit drei Zielen

✅ Ein Ziel, mit dem du „leben“ kannst (Worst-Case-Szenario)

✅ Ein Ziel, das wirklich toll wäre

✅ Ein Ziel, das der absolute Wahnsinn wäre und dich „ausflippen“ lassen würde 🎉

#2 Welche Launch-Strategie passt zu dir?

Bei einem Live-Launch lernen dich deine Interessentinnen in einem kostenlosen Launch-Event kennen. Mit dem Ende des Events öffnest du den Verkauf, und die Open-Cart-Phase beginnt. Welches Event zu dir passt, hängt vor allem von deinem Thema ab: Lässt es sich in ein, zwei Stunden auf den Punkt bringen, oder braucht es mehrere Tage?

Launch-EventSo läuft es abPasst gut, wenn …
WebinarLive-Präsentation, meist 60 bis 90 Minuten. Am Ende stellst du dein Angebot vor.sich dein Thema in ein bis zwei Stunden vermitteln lässt und du gern kompakt präsentierst. Aber: Alles in eine Stunde zu packen ist anstrengend und nicht für jede das Richtige.
Masterclass / Live-TrainingWie ein Webinar, aber oft länger (90 Minuten und mehr) und mit mehr Tiefe beim „Wie“.dein Thema etwas mehr Raum braucht. Viele finden „Masterclass“ oder „Workshop“ auch einladender als „Webinar“.
WorkshopInteraktives Live-Event, oft 2 bis 3 Stunden, in dem deine Teilnehmerinnen direkt mitarbeiten.am Ende ein konkretes Ergebnis stehen soll, zum Beispiel ein fertiger Plan oder ein erster Entwurf.
Challenge3 bis 5 Tage, jeden Tag ein Impuls und eine kleine Aufgabe, per E-Mail, in einer Gruppe oder per Messenger.dein Thema komplexer ist (zum Beispiel Stil) oder vom Mitmachen lebt (zum Beispiel Yoga). Ideal auch für deinen ersten Launch.
BootcampMehrere intensive Tage mit festen Live-Sessions.deine Teilnehmerinnen in kurzer Zeit ein größeres Ergebnis erreichen sollen und du viel live begleiten möchtest.

Warum Challenges so gut funktionieren

In einer Challenge bist du mehrere Tage ganz nah an deinen Interessentinnen. Du erfährst, wie sie denken, welche Wünsche und Bedürfnisse sie haben, welche Einwände und Ausreden kommen und mit welchen Worten sie über ihr Problem sprechen. Das ist Gold für deine Verkaufsmails und deine Verkaufsseite.

Und sie muss nicht in einer Facebook-Gruppe stattfinden: Eine reine Telegram- oder WhatsApp-Challenge mit kurzen Videos, Sprachnachrichten und Aufgaben ist noch näher an deinen Kundinnen dran. Parallel dazu erinnerst du per E-Mail an die nächsten Schritte.

Webinar oder Challenge: Welcher Typ bist du?

Die beiden häufigsten Launch-Events sind Webinar und Challenge. Mit diesen Fragen findest du schnell heraus, was zu dir passt:

Du bist der Webinar-Typ, wenn …

  • du schon einmal gelauncht hast
  • du eine aktive Community hast
  • du gern und frei vor Publikum sprichst
  • du nur ein kleines Zeitfenster für dein Launch-Event hast
  • du weniger vorbereiten möchtest
  • sich dein Thema sinnvoll und ohne zu überfordern in 45 Minuten vermitteln lässt
  • du auf Knopfdruck eine Stunde lang in deiner vollen Energie bist
  • deine Zielgruppe Fakten mag und alles gebündelt präsentiert bekommen möchte, statt an einer langen Challenge teilzunehmen

Passende Themen: Technik, Strategien, Finanzen

Du bist der Challenge-Typ, wenn …

  • du deine Community während des Launches durch mehr Reichweite und Sichtbarkeit erst noch aufbaust
  • du über mehrere Tage hinweg besser performst
  • du einen Mix aus E-Mails, Videos und kurzen Live-Events einsetzen möchtest
  • sich dein Thema nicht in eine Stunde Webinar pressen lässt
  • du mehr Austausch mit deiner Community möchtest
  • du noch nie gelauncht hast
  • deine Zielgruppe sich gern untereinander austauscht und Zeit braucht, um mit dem Thema warm zu werden

Passende Themen: Persönlichkeitsentwicklung, Mindset, Fitness

💡 Mein Tipp: Du kannst auch beides kombinieren, erst eine Challenge und danach ein Webinar.

Aus der Praxis: So sind mehr Menschen live im Webinar

Die Uhrzeit macht einen Unterschied. Bei einer Kundin liefen die Webinare früher abends oder am Wochenende. Beim nächsten Launch haben wir das Webinar unter der Woche mittags gelegt, und die Teilnahmequote ist um 15 % gestiegen. Schau dir die Gewohnheiten deiner Zielgruppe an, statt einfach den üblichen Abendtermin zu nehmen.

Halte die ersten Minuten kurz und klar. Viele verlassen ein Webinar schon am Anfang wieder, meist wegen einer zu langen Einleitung oder einer schwach aufbereiteten Präsentation. Komm schnell zum Punkt und sag gleich zu Beginn, was die Teilnehmenden heute mitnehmen.

Erfahrungswert aus über 120 begleiteten Launches: 30 bis 50 % der Angemeldeten sind live im Webinar dabei.

Sonderform: der Beta-Launch

Ein Beta-Launch ist eine eigene Launch-Form. Du nutzt ihn nur, wenn du ein neues Produkt zum allerersten Mal anbietest oder überhaupt zum ersten Mal launchst. Dein Kurs muss dafür noch nicht fertig sein: Das Konzept steht, du weißt, welches Ergebnis deine Teilnehmerinnen erreichen sollen, und die Inhalte entwickelst du Woche für Woche gemeinsam mit ihnen weiter.

Der Vorteil: Feedback in Echtzeit, weniger Vorbereitung vorab und eine enge Bindung zu deinen ersten Kundinnen. Der Nachteil: Du erstellst Inhalte, während der Kurs schon läuft, das braucht gute Planung. Wie gut das funktionieren kann, zeigt ein Beta-Launch aus meiner Begleitung: Bei Anne und Antje (Hundetraining) haben 39 % der Warteliste gekauft. Sag deinen Teilnehmerinnen offen, dass sie Teil eines Beta-Kurses sind. Der Preis darf etwas günstiger sein, aber verkauf dich nicht unter Wert. Mehr dazu in meinem Beitrag 4 Schritte für deinen perfekten Onlinekurs-Launch.

Wichtig für deine Planung: Die Open-Cart-Phase startet mit dem Ende deines Launch-Events. Bei einem Webinar öffnest du den Verkauf direkt danach, bei einer 5-tägigen Challenge am letzten Challenge-Tag. Deine Warteliste kann schon vorher im Wartelisten-Verkauf kaufen.

Läuft dein Angebot schon und du kennst deine Zahlen, kannst du zusätzlich einen Evergreen-Funnel aufbauen, der zwischen deinen Live-Launches verkauft, zum Beispiel mit persönlichen Deadlines über Countdown Hero.

🎁 Pro Tipp: Kaufe Countdown Hero über meinen Empfehlungslink* und erhalte kostenlos ein Starterpaket im Wert von über 70 € dazu, mit 4 fertigen Countdown-Kampagnen, dem Launchmail-Generator und dem Launchplaner. >> Mehr Infos zum Starterpaket

#3 So gehst du bei deiner zeitlichen Launch-Planung richtig vor

Es gibt eine ganz klare Faustregel: Plane von „hinten“ nach „vorne“. Dabei ist der Launch nicht die Deadline. Die liegt noch ein kleines Stück dahinter, nämlich beim Start deines Onlinekurses oder Gruppenprogramms. So rechnest du rückwärts:

  1. Kursstart festlegen: Beachte unbedingt Ferien, Feiertage, deine eigene Terminplanung und deine Ressourcen. Davon hängt auch ab, ob und wie oft du Live-Calls im Kurs anbietest und ob du deine Teilnehmer in einer Community begleitest.
  2. Letzten Kauftag bestimmen: Zwischen dem letzten Kauftag und dem Kursstart sollten mindestens 3 Tage liegen, damit du Luft für Administratives hast und dich „sammeln“ kannst. Manchmal liegen auch 2 bis 4 Wochen dazwischen.
  3. Open-Cart-Phase planen: Das ist die offizielle Verkaufsphase, also dein eigentlicher Launch. Sie startet mit dem Ende deines Launch-Events und dauert meist 7 Tage, je nach Zielgruppe auch 5 oder 14 Tage.
  4. Launch-Event festlegen: Startest du mit einem Webinar, einem Workshop oder einer Challenge? Eine Challenge dauert meist 3 bis 5 Tage. Mit dem Ende deines Launch-Events, bei einer Challenge also am letzten Tag, beginnt die Open-Cart-Phase.
  5. Wartelisten-Verkauf planen: 3 bis 5 Tage vor deinem Launch-Event öffnest du den Verkauf exklusiv für deine Warteliste (EarlyBird). Er endet vor deinem Launch-Event, je nach Wahl am Tag davor oder am Starttag (zum Beispiel der Challenge). So machst du schon vorher Umsatz. Melden sich Kontakte von der Warteliste auch für dein Launch-Event an, segmentiere gut, damit die Ansprache in deinen Mails stimmt.
  6. Anmeldephase einplanen: Das ist die Zeit, in der du Anmeldungen für dein Launch-Event sammelst. Starte damit höchstens 3 bis 4 Wochen vor dem Event. Weiter zurück solltest du nicht rechnen, sonst weiß die Person, die sich angemeldet hat, nicht mehr, wofür sie sich eingetragen hat.
  7. Warteliste aufbauen: Davor baust du deine Warteliste auf. Dafür brauchst du heute mindestens 2 bis 3 Monate, vor allem, wenn du noch kaum Reichweite hast. Beschleunigen kannst du das mit Ads, aber bitte nur mit der richtigen Strategie.

Die Launch-Phasen im Überblick

PhaseDauer (Richtwert)Darum geht es
Pre-Pre-Launchmind. 2 bis 3 MonateVertrauen und Reichweite aufbauen, Launch-Liste füllen, noch nichts verkaufen
Pre-Launchhöchstens 3 bis 4 WochenAnmeldungen für dein Launch-Event sammeln
Wartelisten-Verkauf3 bis 5 Tage vor dem EventExklusiver Vorverkauf (EarlyBird) für deine Warteliste, endet am Tag vor oder am Starttag des Launch-Events
Launch-Event1 bis 5 TageWebinar, Workshop oder Challenge mit echtem Mehrwert
Open Cartmeist 7 Tage (5 bis 14)Offizielle Verkaufsphase, startet mit dem Ende des Launch-Events, klare Deadline
Close Cart bis Kursstartmind. 3 TageOnboarding, Administratives, durchatmen

🧡 Rechne für einen Launch also insgesamt mit mindestens 3 bis 5 Monaten, bevor dein Onlinekurs startet.

Mit dem kostenlosen Launch-Zeitplan-Rechner rechnest du das direkt für deinen Kursstart aus, inklusive Kalender-Export:

Launch-Rechner: Wie groß muss deine Launchliste sein, und wann startest du?

Gib dein Umsatzziel ein: Der Rechner zeigt dir, wie groß deine Launchliste sein muss, wie viele neue Kontakte du pro Woche brauchst und was es über Ads kosten würde. Danach plant er vom Kursstart rückwärts deinen Zeitplan. Den Rechner gibt es auch als eigene Seite

  • Kostenlos
  • Ohne Anmeldung
  • Deine Eingaben werden nicht gespeichert

Gerechnet wird mit deiner Launchliste: alle, die sich auf deine Warteliste eintragen oder zu deinem Launch-Event anmelden. Das ist nicht dein ganzer Newsletter, denn nicht alle in deinem Newsletter interessieren sich für dieses Angebot.

Käufe brauchst du

Kontakte auf deiner Launchliste

davon aus deinem Newsletter

neue Kontakte fehlen dir noch

Weg 1: ohne Werbung

Weg 2: mit Ads

Gebühren und Steuern sind nicht abgezogen. Was dir vom Umsatz bleibt, zeigt dir der Gebührenrechner.

So rechnet der Rechner
  • Umsatzziel: Umsatzziel ÷ Preis = nötige Käufe. Käufe ÷ Conversion deiner Launchliste = nötige Launchliste. Marktüblich kaufen 2 bis 3 % der Launchliste, der Rechner nimmt vorsichtig 2 %. Die Launchliste besteht aus Warteliste und Anmeldungen zum Launch-Event, aus deinem Newsletter kommt nur ein Teil darauf (meist 10–30 %). Die fehlenden Kontakte zeigt er auf zwei Wegen: ohne Werbung als neue Kontakte pro Woche bis zum Launch-Event, oder komplett über Ads. Die 3 € pro Kontakt sind ein Startwert für Freebie-Ads, je nach Thema und Anzeige zahlst du deutlich mehr oder weniger. Trag am besten deine eigenen Werte ein.
  • Warteliste aufbauen (Pre-Pre-Launch): mindestens 2 bis 3 Monate. Mit kleiner Reichweite 12 Wochen, mit mittlerer 10, mit aktiver Liste oder Community 8 Wochen.
  • Anmeldephase fürs Launch-Event (Pre-Launch): höchstens 3 bis 4 Wochen vor dem Event.
  • Wartelisten-Verkauf (EarlyBird): startet 3 bis 5 Tage vor dem Launch-Event, exklusiv für deine Warteliste, und endet mit dem Event. So machst du schon vorher Umsatz.
  • Launch-Event und Open Cart: Mit dem Launch-Event (Webinar oder Workshop 1 Tag, Challenge 5 Tage) startet die offizielle Open-Cart-Phase, also der Launch. Meist 7 Tage, je nach Zielgruppe auch 5 oder 14 Tage, immer mit klarer Deadline.
  • Puffer: mindestens 3 Tage zwischen letztem Kauftag und Kursstart für Onboarding und Administratives.

Die Werte sind Richtwerte aus über 120 begleiteten Launches. Mehr dazu im Beitrag Launch-Planung.

#4 Die wichtigste Verkaufsphase, die viele vergessen …

… ist die Pre-Pre-Launch-Phase. Sie gehört noch zur Vorbereitungszeit und dient dazu, deine Community vorzubereiten, sie aufzuwärmen, Vertrauen und eine Beziehung aufzubauen. In dieser Phase lädst du zur Warteliste ein, etwa 3 Monate vor deinem Launch-Event. Verkauft wird noch nichts, aber wer sich einträgt, sagt schon „Ich will das“.

Die Pre-Pre-Launch-Phase darf auf keinen Fall vernachlässigt werden, und doch schenken ihr die wenigsten Beachtung. Kürzt du die wichtigen Launch-Phasen, leidet der Verkauf deines Onlinekurses darunter.

Was gehört alles in die Pre-Pre-Launch-Phase?

Es geht darum, aufzuklären und Nähe zu deiner Zielgruppe zu erzeugen:

  • Was musst du deiner Zielgruppe klarmachen? Kennt sie ihr Problem, oder musst du sie erst darauf aufmerksam machen?
  • Was löst die Probleme aus?
  • Welche Glaubenssätze stehen deiner Zielgruppe im Weg?

Du sorgst in dieser Phase dafür, dass sich deine Zielgruppe mit dem Thema beschäftigt. Du löst Glaubenssätze auf, verteilst Mehrwert und machst neugierig auf dein Thema. Es geht nicht darum zu verkaufen, sondern nur darum, zu informieren und Neugier zu wecken!

👉 Wie du deine Warteliste aufbaust und 3 Monate lang warm hältst, mit einem Mail-Fahrplan Woche für Woche, zeige ich dir in meinem Beitrag Warteliste für deinen Launch.

#5 So gehst du bei deiner Umsatzplanung richtig vor

Wie oben schon erwähnt, muss es nicht nur um ein monetäres Ziel gehen. Es hängt auch davon ab, ob du schon einmal gelauncht hast.

Du hast noch nicht gelauncht?

Steck deine Ziele nicht zu hoch. Gerade bei deinem ersten Launch geht es um mehr als nur Umsatz: Du durchlebst den ganzen Prozess einmal. Reicht die Zeitplanung der einzelnen Phasen? Hast du die Technik im Griff? Wie reagiert deine Community auf deine Challenge oder dein Webinar? Das Feedback, das du in dieser Zeit erhältst, ist wirklich unbezahlbar.

Du hast schon gelauncht?

Dann ist die Frage nach dem Umsatz natürlich von Bedeutung. Aber auch du solltest dir ein zusätzliches Ziel setzen, zum Beispiel neue Follower, neue Newsletter-Kontakte oder neue Blogartikel. Und du kannst auf deine Erfahrungswerte zurückgreifen: Wie du deinen letzten Launch richtig auswertest, liest du in meinem Beitrag Launch-Analyse: Das solltest du nach deinem Launch machen.

Für deine Verkaufsphase

Launch E-Mails, die verkaufen

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#6 Zahlen, Zahlen, Zahlen: Definiere dein Umsatzziel

1. Welches Produkt willst du verkaufen?

Du musst in der Pre-Pre- und Pre-Launch-Phase noch nichts Konkretes fertig haben. Aber das Konzept muss stehen. Du musst genau wissen, welches Ergebnis deine Teilnehmer nach dem Kurs erreicht haben, welche Transformation du bietest und wie Module und Kapitel aussehen sollen. Du musst noch kein Video und keinen Text fertig haben, aber es muss ganz klar sein, was du in deinem Onlinekurs vermitteln möchtest.

Warum das schon jetzt wichtig ist? Nur so bist du dir selbst im Klaren darüber, was du verkaufst. Das wirkt sich auf deine Kommunikation, deinen Content, deine Salespage, deine Newsletter, deine Außenwirkung und dein Selbstvertrauen aus!

2. Wie viel sollte das Produkt kosten?

Keine leichte Entscheidung, denn der Preis hängt von vielen Faktoren ab. Stell dir Fragen wie:

  • Welche Ergebnisse erzielt dein Kunde durch dein Produkt? Wie viel Zeit spart er?
  • Ist es ein reiner Selbstlernkurs, oder begleitest du live in Gruppencalls oder einer Community?
  • Erreichst du Einsteiger oder Fortgeschrittene? Welche Probleme löst du konkret?
  • Verkaufst du an Privatpersonen oder an Unternehmen (dann ist auch der Nettopreis wichtig)?
  • Welche Kosten entstehen dir während des Kurses und des Launches, zum Beispiel für Software, Ads, Freelancer oder eine Launch-Begleitung?
  • ⚠️ Wie viel Zeitaufwand bedeutet das Produkt für dich? Wird es mehr, je mehr Teilnehmer du hast?

👋 Notiere dir eine Preisspanne und rechne sie für dich einmal hoch.

3. Wie viele Kontakte brauchst du für dein Umsatzziel?

Jetzt kommt die spannendste Frage: Mit wie vielen Kontakten kannst du dein Umsatzziel erreichen? Dafür gibt es eine Formel:

Benötigte Verkäufe × 100 / Conversion Rate = benötigte Live-Teilnehmende im Launch-Event

  • Benötigte Verkäufe: Wie viele Onlinekurse musst du verkaufen, um dein Umsatzziel zu erreichen?
  • Conversion Rate: der Anteil der Live-Teilnehmenden, die nach deinem Launch-Event kaufen. Aus über 120 begleiteten Launches gelten 5 bis 20 % als gute Conversion. Zum Vergleich: Von deiner Warteliste kaufen meist 10 bis 40 %, vom Rest der Launchliste, also weder auf der Warteliste noch live dabei, 2 bis 3 %.

Rechenbeispiel

Dein Kurs kostet 1.400 € und dein Umsatzziel für den nächsten Launch sind 10.000 €.

  • Du musst deinen Kurs 8 Mal verkaufen (8 × 1.400 € = 11.200 €).
  • Rechnest du vorsichtig mit 5 %, brauchst du 8 × 100 / 5 = 160 Live-Teilnehmende in deinem Launch-Event.
  • Nicht alle, die sich anmelden, sind auch live dabei. Aktuelle Auswertungen großer Webinar-Anbieter liegen bei 33 bis 48 %. Du brauchst also rund 340 bis 490 Anmeldungen.
  • Käufe aus deiner Warteliste und der übrigen Launchliste kommen noch dazu. Sie sind dein Puffer.

Und, hast du damit gerechnet, oder hat dich das überrascht?

Verstehst du jetzt, warum es so eine lange Vorlaufzeit braucht?

Diese Zeit nutzt du, um deine Launch-Liste mit wertvollen Kontakten zu füllen. Selbst mit Ads lässt sich das nicht in 2 oder 3 Wochen aufholen. Dein wichtigstes Werkzeug dafür ist ein gutes Freebie, Ideen dafür findest du in meinem Beitrag Freebie-Ideen & wie du damit neue Newsletter-Leser gewinnst.

Bedenke: Je weniger dein Onlinekurs kostet, desto mehr Kontakte brauchst du. Je mehr er kostet, desto mehr Vertrauen und Aufklärungsarbeit braucht es. Nur weil der Kurs mehr kostet, wird der Launch nicht einfacher.

#7 So hilft dir KI bei deiner Launch-Planung

KI-Tools wie ChatGPT oder Claude ersetzen keine Launch-Strategie, aber sie sind ein enormer Beschleuniger. Gerade bei der Planung und bei den vielen Texten rund um deinen Launch sparst du damit viel Zeit. Hier setze ich KI am liebsten ein:

  • Zeitplan erstellen: Lass dir aus deinem Kursstart einen Rückwärts-Zeitplan mit allen Phasen und To-dos erstellen.
  • Zielgruppe verstehen: Sammle mögliche Fragen, Einwände und Glaubenssätze deiner Zielgruppe, die du im Pre-Pre-Launch aufgreifst.
  • Content planen: Erstelle einen Redaktionsplan für Social Media und Newsletter in der Pre-Pre-Launch-Phase.
  • Texte vorschreiben: erste Entwürfe für Launch-E-Mails, Einladungen zum Webinar oder Abschnitte deiner Salespage.
  • Zahlen auswerten: Gib der KI deine Launch-Kennzahlen (ohne personenbezogene Daten) und lass dir erklären, wo die größten Hebel liegen.

Beispiel-Prompt: Ich bin Business-Coach und möchte meinen Onlinekurs „[Name]“ launchen. Der Kurs startet am [Datum], der Verkauf soll 5 Tage laufen und mein Launch-Event ist ein Live-Webinar. Erstelle mir einen Rückwärts-Zeitplan mit den Phasen Pre-Pre-Launch, Pre-Launch, Launch-Event, Open Cart und Kursstart. Gib mir für jede Woche die wichtigsten To-dos als Tabelle aus und berücksichtige [Ferien/Feiertage].

Beispiel-Prompt: Meine Zielgruppe sind [Beschreibung]. Mein Onlinekurs hilft ihnen, [Ergebnis] zu erreichen. Liste die 15 häufigsten Einwände und Glaubenssätze auf, die sie vom Kauf abhalten könnten, und schlage zu jedem eine Content-Idee für meine Pre-Pre-Launch-Phase vor.

Wichtig: Prüfe jeden Vorschlag kritisch und gib den Texten deine eigene Stimme. Deine Erfahrung, deine Geschichten und deine Haltung sind das, was deinen Launch von allen anderen unterscheidet. Und gib keine Kundendaten in KI-Tools ein.

Ab sofort steht deiner erfolgreichen Launch-Planung nichts mehr im Weg

Ich hoffe, dass dir meine Tipps wirklich weiterhelfen. Du siehst: Ein Launch lässt sich nicht mal eben aus der Hüfte zaubern. Er braucht eine strategische und strukturierte Planung, die alle Launch-Phasen berücksichtigt.

Damit dir das leichter fällt, gibt es bald meinen kostenlosen Launchplaner mit Checklisten, Fahrplänen und Tool-Empfehlungen für jede Launch-Phase (coming soon). Und wenn du typische Stolpersteine von Anfang an umgehen willst, lies meinen Beitrag über 4 Launch-Fehler, die dir Geld kosten.

Du hast Fragen rund um den Verkauf deines Onlinekurses, die Launch-Phasen oder die für dich richtige Launch-Strategie? Oder du wünschst dir individuelle Begleitung? Dann schau dir mein 1:1 Launch Mentoring an oder schreib mir eine Nachricht an: hello@launchmanagerin.de

Tool Tipps für stressfreie Launch-Vorbereitungen

Folgende Tools nutzen wir oder wurden ausreichend von uns erprobt. Zu den meisten dieser Tools findest du ausführliche Reviews auf dieser Seite.

  1. E-Mail Marketing Tool „ActiveCampaign“ – Perfekt für automatisierte E-Mail-Sequenzen, die deine Kontakte automatisch betreuen.
  2. Zahlungsanbieter „ThriveCart“ – Erstelle hochkonvertierende Verkaufsseiten und Sales Funnels, die auch noch gut aussehen.
  3. Canva – Designe ansprechende E-Mails, Freebies & Produkt-Mockups
  4. Erstelle Countdowntimer mit Countdown Hero
  5. Für Landingpages die konvertieren setze auf Onepage.io oder Leadpages

1:1 Launch-Mentoring: Du brauchst lieber einen persönlichen Sparringspartner auf Augenhöhe für deine ganz individuelle Launchstrategie & Planung? Dann 👋 bewirb dich hier für die Launch-Begleitung.

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